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Mein Einstieg als Prüfungsassistentin
(Dipl.-Kffr. Inka Schwiering, 24)
Eigentlich wollte ich ja später irgendetwas mit Marketing machen. Doch bereits während der ersten Semester meines BWL-Studiums in Osnabrück merkte ich, dass mich Rechnungslegung einfach viel mehr interessierte. Im Hauptstudium wählte ich deshalb die Schwerpunkte International Accounting und Business Taxation. Nachdem mir Praktika einige Einblicke in die Arbeit der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer verschafft hatten, stand für mich fest, dass ich mich nach dem Studium als Prüfungsassistentin bewerben würde.
Gegen Ende des Studiums besuchte ich dann eine Firmenkontaktbörse meiner Uni. Dort begegnete ich zum ersten Mal SUSAT, einer mittelgroßen WP-Gesellschaft mit 400 Mitarbeitern und sechs Niederlassungen in Deutschland. Zu ihren Mandanten gehören Unternehmen verschiedenster Branchen, Rechtsform und Größe - vom Mittelständler bis zum börsennotierten Konzern. Durch die Mitgliedschaft bei Grant Thornton International LLP, einem der größten Netzwerke rechtlich selbstständiger Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, ist man mit dem internationalen Prüfer-Business verbunden.
Das Gespräch mit dem SUSAT-Mitarbeiter war überraschend locker. Ich nutzte die Gelegenheit und löcherte ihn mit allen möglichen Fragen zum Unternehmen und zu meinen Perspektiven als Berufseinsteiger. Wieder zu Hause, stellte ich gleich meine Bewerbung zusammen und schickte sie ab. Die Einladung zum Vorstellungsgespräch ließ nicht lange auf sich warten. Es verlief in der gleichen entspannten Atmosphäre wie das Gespräch auf der Firmenkontaktbörse. Als ich dann - neben einem Job-Angebot - auch noch die Zusage erhielt, an meinem Wunschort Hamburg anfangen zu können, waren die Würfel gefallen.
Mein erster Arbeitstag als Prüfungsassistentin begann mit einem Einführungsgespräch, an dem alle neuen Mitarbeiter teilnahmen. Dort erfuhren wir nicht nur alles Wichtige über den Job und das Unternehmen, man stattete uns auch mit einem Laptop und einem „Prüferkoffer" aus, der alles enthielt, was man als Prüfer bei der täglichen Arbeit so braucht.
Gleich am nächsten Tag ging es dann raus zu meinem ersten Prüfungseinsatz. Der berühmte Sprung ins kalte Wasser also. Allerdings auch eine gute Gelegenheit, sich gleich von Anfang an praktisches Wissen anzueignen.
Die Prüfungen werden jeweils von kleinen Teams vorgenommen, die von Mandant zu Mandant unterschiedlich zusammengesetzt sind. Das hat den Vorteil, dass man nicht nur viele Kollegen kennenlernt, sondern auch von ihrem spezifischen Wissen profitiert. Zu den ersten Prüfungshandlungen, die ich durchführen durfte, zählte das Prüfen der Finanzkonten und der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen. Jeder Schritt musste genau festgehalten werden. Denn in der Wirtschaftsprüfung ist eine Prüfungshandlung erst dann abgeschlossen, wenn sie ordentlich dokumentiert ist. Mir wurde auch schnell klar, weshalb der Laptop bei der täglichen Arbeit des Prüfers heutzutage unentbehrlich ist. Denn für die Dokumentation werden immer häufiger elektronische Akten benutzt.
Nach diesem ersten kleinen Einsatz stand eine einwöchige Schulung an. In einem Nobelhotel in der Nähe Hamburgs wurden alle neuen Prüfungsassistenten mit den Grundlagen der Jahresabschlussprüfung und dem Prüfungsansatz von SUSAT vertraut gemacht. Man erläuterte uns die verschiedenen Prüfgebiete und Prüfungsziele, wie die Vollständigkeit und Richtigkeit der Bewertung und die richtige Periodenabgrenzung. Damit es nicht zu theoretisch wurde, mussten immer wieder kleine Fallbeispiele aus der Prüferpraxis gelöst werden, die wir im Team bearbeiteten und anschließend präsentierten.
Schulungen wie diese sollte ich in den nächsten Monaten noch häufiger mitmachen. Sie sind nicht nur sehr lehrreich, sondern bieten auch eine willkommene Abwechslung zum Prüferalltag. Außerdem lernt man auf diese Weise viele Kollegen näher kennen, knüpft Kontakte und tauscht Erfahrungen aus. Das Gleiche gilt für die von SUSAT organisierten geselligen Veranstaltungen, zu denen auch Grillabende gehören. Sie sind als Ausgleich für das lernintensive Seminarprogramm gedacht.
Als Prüfungsassistent lernt man jedoch nicht nur fachliche Dinge. Auch der richtige Umgang mit Mandanten wird geübt. SUSAT hat dafür eigens Trainer engagiert, die mit uns verschiedene Situationen durchspielten. Die Rollenspiele wurden auf Video aufgezeichnet und anschließend gemeinsam in der Gruppe analysiert. Für den einen oder anderen war diese Methode zwar etwas gewöhnungsbedürftig, doch mit Sicherheit haben alle davon profitiert.
Meine zweite Prüfung fand bei einem internationalen Konzern statt. In der Vorprüfung, die der Hauptprüfung vorausgeht, verschaffte ich mir einen ersten Überblick über die Konzernstruktur - angesichts der zahlreichen in- und ausländischen Tochtergesellschaften kein leichtes Unterfangen. Allerdings standen mir erfahrene Kollegen mit Rat und Tat zur Seite. Bei der Hauptprüfung wurde mir dann die Prüfung verschiedener Posten der Bilanz und GuV einer größeren Tochtergesellschaft zugeteilt. Außerdem verfasste ich den Prüfungsbericht, der zu jeder Prüfung gehört.
Auf die Prüfung der Einzelgesellschaften folgte die Konzernprüfung. Dabei ist darauf zu achten, dass Forderungen und Verbindlichkeiten oder Erträge und Aufwendungen zwischen verbundenen Unternehmen konsolidiert werden. Wenn bei Geschäften zwischen den Unternehmen eines Konzerns Zwischengewinne realisiert wurden, müssen diese für den Konzernabschluss eliminiert werden. Auch bei den nächsten Mandanten stand ich immer wieder vor neuen Herausforderungen, denn jedes Unternehmen hat seine Besonderheiten. Doch genau das macht den Reiz dieser Arbeit aus.
Obwohl ich noch nicht lange dabei bin, weiß ich, dass die Entscheidung für SUSAT goldrichtig war. Durch das breite Mandanten-Spektrum lerne ich die Wirtschaftsprüfung in all ihren Facetten kennen. Nach jeder Prüfung erhalte ich von meinen Vorgesetzten ein detailliertes Feedback. Auch bei der Vorbereitung auf die Steuerberaterprüfung und das Wirtschaftsprüferexamen wird mich SUSAT unterstützen. Der Weg zum Wirtschaftsprüfer ist gewiss nicht leicht. Doch ich bin sicher, die Mühe lohnt sich.


